Die Tage vergehen… –

Die Tage vergehen, der 4.November rueckt naeher. Ich versuche nicht so viel nachzudenken, ist aber gar nicht so einfach.

Gestern hab’ ich mir endlich einen Memory Stick gekauft. Jetzt wird das mit dem Blog hoffentlich regelmaessiger. Ich kann hier gemuetlich im Buero schreiben und dann im Internet Café nur alles schnell hochladen. Im café kann ich irgendwie nicht so gut schreiben. Vor allem wenn mal wieder besonders schnulzige Musik laeuft. Gestern war’s mal wieder Elvis. Na servus.

Das Wochenende war super. Eine Freundin aus Lilongwe (eigentlich UK) hat mich besucht und wir sind am Samstag zusammen mit einer Familie aus Malawi vom Stamm der Lhome zum Ma wa Alhome gegangen. Das war eine Veranstaltung um die Kultur und Traditionen des Stammes zu wahren und den Menschen naeher zu bringen. Ausserdem wurde der Chief der Lhome offiziell vom Praesidenten von Malawi, Dr.Bingu gekroent.
Das war vielleicht ein Speckrakel sag’ ich euch. Traditionelle Taenze, verrueckte Kleidung, tote Tiere auf den Ruecken, ewig lange Reden, es wurde Essen von den Ladeflaechen von Lastern an die meisten Menschen verteilt und es ist ein richtiger Kampf ums Essen entstanden waehrend der Praesident im VIP Zelt dahinter von einer nicht unbedeutenden Anzahl von Soldaten mit Maschinengewehren bewacht gespeist hat, ca. 20 Jungfrauen haben halbnackt fuer den Chief getanzt, der Praesident ist mit ‘nem Hubschrauber eingeflogen worden wegen besonderem Sicherheitsrisiko, ich hab’ traditionelle Kleidung getragen also ein Chitenje und viele Fotos gemacht.
Nachdem ich jetzt den PC hier nutzen kann hoffe ich auch endlich mal die Fotos mit euch teilen zu koennen.
Der Veranstaltungsort Chonde liegt ca 1h suedlich von Blantyre. Auf dem Heimweg haben wir noch ein paar Stops eingelegt. Das Ehepaar mit denen wir unterwegs waren sind sehr beeindruckende Leute. Sie unterstuetzen so viele Menschen in ihrem Umfeld.
Sie haben alleine ca. 35 Kinder die Schulausbildung und Studium ermoeglicht. Auf dem Weg nach Hause haben wir ein paar Villages besucht in denen Verwandte von Mr Masa wohnen. Es war eine sehr beeindruckende und bewegende Erfahrung.
Nachdem wir von der Teerstrasse auf einen kleinen Feldweg abgebogen sind waren wir noch ca 15 Minuten unterwegs. Rechts und links der Strasse ab und zu Haeuser oder Huetten. Und viele Menschen waren unterwegs. Als wir an dem entsprechenden Haus von Mr. Masas Verwandten angekommen waren kamen diese gleich angerannt, voller Freude. Sie hatten sich ca 1Jahr nicht gesehen. Der Grund des Besuchs war, dass die Regenzeit kurz bevor steht. Also ist jetzt Zeit zu saeen. Und die Masas unterstuetzen ihre Verwandten schon seit langem. Ohne ihre Hilfe wuerden sie nicht annaehernd genug zu Essen haben. Die Masas haben pro Familie 1000Malawi Kwacha fuer Duenger gegeben. Ich hab’ nicht genau folgen koennen, aber sie haben ca. 5-6 Familien unterstuetzt. Nur an den 2 Orten. Auf dem Weg nach Lilongwe wollten sie noch am Heimatdorf von Mrs Masa halten. Wirklich bewundernswert. Und dass ist mal sinnvolle Hilfe. Mit dem Duenger koennen die Familien ihren eigenen Mais pflanzen und sich somit selbst versorgen.
Es war eine Ehre diese Familie kennen zu lernen.
Das Wochenende war also sehr lehrreich. Noch in einer 2.Hinsicht. Cassy, die Freundin aus Lilongwe die bei mir war, ist auch Volunteer. Sie macht zur Zeit aehnliches durch wie ich und wir haben uns sehr gut verstanden. Es war gut mal ausgiebig ueber meine und ihre Situation zu reden und zu diskutieren.

Die Mittagspause neigt sich mal wieder dem Ende zu und ich muss noch ein paar Gehstuetzen anpassen. Also schreib’ ich bald wieder, hoffentlich dann online.

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Eine Antwort auf Die Tage vergehen… –

  1. mk sagt:

    Um es mit Mel Brooks zu sagen: “It’s good to be king!”

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